Jüdischer Friedhof

Jüdische Gräber

Der Friedhof wird von Juden "Haus der Ewigkeit" genannt. Das bedeutet, dass jüdische Grabstätten nicht wie im Christentum nach einer bestimmten Zeit wieder abgeräumt werden, sondern für immer und ewig erhalten bleiben (sollen). Auch die jüdische Gemeinde in Langen bemühte sich um einen eigenen Begräbnisort, denn es war ihr nicht gestattet, ihre Toten auf einem christlichen Friedhof beizusetzen.

Erst 1874 erwarb sie ein Stück Land neben dem kommunalen Friedhof, das als Begräbnisstätte dienen sollte, und so konnten von da an auch Tote jüdischen Glaubens in Langen begraben werden. Letzte Beisetzung war 1935. Der Friedhof überdauerte das NS-Regime ohne Schändung.

Heute liegt der jüdische Friedhof inmitten des städtischen Friedhofs und steht unter Denkmalschutz. Er ist nicht frei zugänglich. Für eine Besichtigung ist der Schlüssel bei der Friedhofsverwaltung erhältlich.

Gedenktafeln auf Jüdischem Friedhof in Langen