Auf Schnee und Eis gut vorbereitet

(vom 08.11.2017)

Keine Rutschpartie dank KBL-Winterdienst

Folgt nach stürmischen Zeiten der erste Wintereinbruch in diesem Halbjahr? Auszuschließen ist das nicht, denn frostige Temperaturen hat der Wetterdienst in den vergangenen Tagen bereits für Gegenden in Hessen gemeldet. Die Stadt Langen ist dank ihrer Kommunalen Betriebe (KBL) wie jedes Jahr sehr gut auf Schnee und Eis vorbereitet. „Unser Streusalzlager ist voll, die Räumfahrzeuge sind betriebsbereit“, berichtet Peter Müller, der Leiter des KBL-Winterdienstes. Er verfügt über ein eingespieltes Team mit 22 Mann, das bei Bedarf Sonderschichten schiebt und auch mitten in der Nacht ausrückt.

Tagsüber kann die Winterdiensttruppe um weitere Beschäftigte aufgestockt werden. Da das Personalkontingent aber begrenzt ist, holen die Kommunalen Betriebe wieder einen privaten Dienstleister mit ins Boot. Er kümmert sich ums Wirtschaftszentrum Neurott.

Zum Streuen und Räumen sind vier Großfahrzeuge jederzeit startklar. Traktoren übernehmen Radwege. Fußgängerüberwege, Bushaltestellen und die Bahnunterführungen müssen in Handarbeit gestreut werden. Priorität haben Südliche Ringstraße, Bahnstraße oder Fahrgasse, über die der meiste Verkehr rollt. Gleich danach sorgt der Winterdienst für rutschfreie Gefällstrecken auf dem Steinberg und ist rund ums Rathaus und auf den Busschleifen tätig. Auf Nebenstraßen kann der Service allerdings nur nachrangig bei extremer Glätte ausgedehnt werden „Der Zeit- und Kostenaufwand wäre ansonsten einfach zu hoch“, erklärt Müller.

Zum Streuen verwenden die Kommunalen Betriebe sogenanntes Feuchtsalz. Es gilt als umweltfreundlich, wirtschaftlich und effektiv. Bei dem Verfahren befeuchtet das Räumfahrzeug herkömmliches Streusalz direkt vor dem Auswerfen mit einer Magnesiumchlorid-Lösung. Sie verhindert, dass trockenes Salz durch Windböen oder fahrende Autos in den Straßengraben geweht wird. Das senkt nicht nur deutlich den Verbrauch, sondern schont auch die Vegetation der Seitenstreifen. Bis minus 15 Grad taut Feuchtsalz Eis und Schnee problemlos auf. Wenn es noch kälter wird, bewahrt nur noch Splitt vor einer Rutschpartie.

Mit 200 Tonnen Streusalz sind die Kommunalen Betriebe gut ausgestattet. Das Lager an der Einfahrt zum Bau- und Wertstoffhof an der Liebigstraße ist noch vom vergangenen Winter gefüllt, der relativ mild war und vergleichsweise wenig Einsätze nötig machte. Derzeit entstehen an der Darmstädter Straße auf der Großbaustelle für die Feuerwehr und den künftigen KBL-Betriebshof eine neue Salzhalle und ein Silo zum Befüllen, die ab der Periode 2018/19 die bisherigen Anlagen ablösen. Sollte das Streusalz vor Ort einmal knapp werden, können die Kommunalen Betriebe auf weitere 50 Tonnen in einem Lager in Wiesbaden zurückgreifen, das mehrere Kommunen eingerichtet haben.

Mit dem Winterdienst kommen Städte und Gemeinden ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht nach. Sie gilt jedoch nur auf verkehrswichtigen und gefährlichen Straßen wie zum Beispiel Gefällstrecken. Fußgängerwege müssen durch die Anlieger durchgängig von 7 bis 20 Uhr schnee- und eisfrei gehalten werden. Abstumpfende Mittel wie Sand und Splitt gibt’s kostenlos auf dem Wertstoffhof. Splittkästen stehen zudem an mehreren Stellen im Stadtgebiet und können ebenfalls in Anspruch genommen werden.

Nach den Worten von KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski „leisten wir in Langen im Sinne einer sicheren Mobilität häufig mehr als das gesetzlich vorgeschriebene Maß. Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir jedoch um Verständnis, dass wir uns auf die wichtigsten Straßen konzentrieren müssen.“

Alle Verkehrsteilnehmer sollten bei Schnee und Eis Vorsicht walten lassen. Geeignetes Schuhwerk beugt Stürzen vor. Eine dem Straßenzustand angepasste Fahrgeschwindigkeit vermindert das Risiko von Unfällen und manchmal ist es besser, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen.

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