Im Stadtgarten sprießt das erste Grün

(vom 18.05.2017)

Öffentlichkeit kann sich an weiterer Gestaltung beteiligen

1.800 Sträucher und sieben Bäume sind gesetzt, der Rasen ist ausgesät: Westlich der Kita „Mittendrin" an der Zimmerstraße in Höhe des Zentrums für Jung und Alt (ZenJA) nimmt der Langener Stadtgarten Gestalt an. Noch versperrt ein Bauzaun zum Schutz des heranwachsenden Grüns den Zugang zu der rund 4.200 Quadratmeter großen Anlage, die dem Verweilen und Entspannen dienen soll. Doch spätestens Anfang Juni wird der Weg dorthin frei sein, wie Bürgermeister Frieder Gebhardt informierte.

Der Stadtgarten ist ein Garten für alle, bei dem die Öffentlichkeit in die Gestaltung und möglicherweise Pflege einbezogen wird. Das ist nach Gebhardts Worten aber erst der zweite Schritt. Das Areal auf dem früheren SSG-Sportplatz wurde jetzt erst einmal modelliert und in seinen Grundzügen hergerichtet. Der Zeitpunkt war durch die Bauarbeiten für den neuen Parkplatz an der Zimmerstraße und die Fahrradstraße an der Kita vorgegeben. Beides hätte anschließend durch den Einsatz schwerer Baumaschinen gelitten.

Auffällig sind drei Hügel, von denen einer bis zu einer Höhe von drei Metern ansteigt. Sie geben dem Garten ein markantes Gesicht und unterstreichen die gesamte Formgebung, die nach dem Konzept eines Landschaftsarchitekturbüros ohne rechte Winkel auskommt. Deutlich erkennbar ist ein organischer Zuschnitt. So stellt eine geschwungene Linie die Verbindung zwischen Stadtgarten und Kita her. Kieswege unterteilen die Anlage in zwei Abschnitte. Neun Lampen spenden bei Dunkelheit Licht. An den höchsten Stellen wurden niedrige Weidenbüsche gepflanzt, die zum Spielen und Verstecken einladen sollen.

Das Grundgerüst fußt auf einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung und wurde unter der Regie der Kommunalen Betriebe verwirklicht. Es lässt noch genügend Freiräume für die Mitwirkung der Öffentlichkeit. „Bäume, Sträucher und Blumen können hinzukommen genauso wie Bänke, Spielecken und anderes mehr", sagte Gebhardt. „Wir freuen uns über Ideen, um den Stadtgarten zu verfeinern."

Nach den Sommerferien will die Stadt mit der Beteiligung der Öffentlichkeit beginnen, mit ihr das weitere Vorgehen besprechen und die Bereitschaft zur Mitwirkung ausloten. „Ziel ist es, im Herzen der Stadt eine Fläche zu schaffen, die der Erholung dient und einen naturnahen Charakter hat", betonte Gebhardt. Solche Grünanlagen mit unterschiedlichem Charakter wie das Birkenwäldchen, die Romorantin- oder die Tarsus-Anlage seien für die Attraktivität Langens unverzichtbar.

Ein Plätzchen findet im Stadtgarten auch der Stamm der Trauerweide, die im vorigen Jahr am ZenJA wegen Altersschwäche gefällt werden musste. Er wurde – in der Horizontalen – als Gestaltungselement in der südöstlichen Ecke bei der Kita platziert. Die Naturschutzbehörden haben den Erhalt bis zum Vermodern gefordert, weil im Totholz geschützte Käferarten leben.

Erreichbar ist der Stadtgarten nicht nur über die Zimmerstraße, sondern auch von der Wolfsgartenstraße aus über einen Fußweg an der großen Wohnanlage. Die Stadt bittet in der Anfangszeit darum, die Rasenflächen zu meiden, damit das Gras die Chance hat, gut anzuwachsen.

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