Zwischen Ergriffenheit und Euphorie

(vom 15.02.2018)

Auftritt von „philSaitig" in Trauerhalle des Langener Friedhofs

Die Gruppe „philSaitig“
Die Gruppe „philSaitig“ tritt in der Trauerhalle des Langener Friedhofs auf.
Foto: Reinhold Schmidgall

Es sind außergewöhnliche Veranstaltungen in einer nicht alltäglichen Umgebung: Die Friedhofsverwaltung der Kommunalen Betriebe Langen organisiert unter dem Titel „Labyrinthe des Lebens" zweimal im Jahr Konzerte in der Trauerhalle des Friedhofs. Als nächstes tritt am Sonntag, 25. März, die Gruppe „philSaitig" auf. Beginn ist um 18 Uhr. Der Eintritt ist dank der finanziellen Unterstützung der Stadtwerke Langen frei.

„Wir möchten unseren Friedhof stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und dort kulturelle Veranstaltungen ermöglichen, da die Anlage nicht nur der Erinnerung, sondern auch der Erholung und als sozialer Treffpunkt dient", erläutert Manfred Pusdrowski, Leiter der Kommunalen Betriebe und Direktor der Stadtwerke, die Hintergründe. Schon jetzt sei die Trauerhalle auch ein Ort der Kunst. Dafür stünden das monumentale Glasbild des Langener Künstlers Professor Johannes Schreiter und das von der Frankfurter Künstlerin Inge Hagner als Kupferrelief gestaltete Eingangsportal - beides Werke aus den 1960er Jahren und damit aus der Entstehungszeit des Gebäudes.

Schon die ersten beiden Konzerte der Reihe mit dem Duo „Stereo Coffee" und einem literarischen Klavierabend stießen im vorigen Jahr auf großen Zuspruch und Begeisterung. Das Publikum ließ sich nicht nur von den Darbietungen vereinnahmen, sondern auch von der besonderen Atmosphäre in der Halle mit ihrer als Glaskunstwerk gestalteten Rückwand.

Mit dem Dieburger Ensemble „philSaitig" dürfte es zu einem weiteren beeindruckenden Auftritt kommen. Wie der mit Kreativität und Wortspiel entstandene Name der Gruppe zum Ausdruck bringt, sind die zwölf Musikerinnen und Musiker ausgesprochen vielseitig. Bei ihren Konzerten sind sie mal solistisch, mal im Quartett und mal instrumental zu hören. Die Formation lebt von Erfahrung und jungen Ideen. Die Alterspanne bewegt sich von Mitte 20 bis Anfang 60. Das verspricht eine gute Mischung für ein besonderes musikalisches Konzept.

Die Besetzung macht ebenfalls vieles möglich: Neben den Singstimmen finden sich eine Instrumentalgruppierung, die außergewöhnliche Arrangements garantiert. Dazu bei tragen nicht nur Streicher (Cello, Geigen), Gitarre und Bläser (Flöten, Blockflöte, Saxophon), sondern auch Klavier, Orgel und Schlagwerk. Mit ihren Instrumenten und ihrem Gesang erzeugen „philSaitig" Stimmungen zwischen Ergriffenheit und Euphorie. Die Musik bewegt sich zwischen Tag und Traum. Von Klezmer über Paul Desmonds „Take Five" bis zu Leslie Searls Tango „Evening Shadows" reicht die Bandbreite. Lieder wie „Stairway to Heaven", „Eisberg" oder „Autumn Leaves" entführen in eine andere Welt. Auf jeden Fall beinhaltet das vielseitige Programm Stücke aus mehreren Epochen, die zum Klangteppich für ein sinnlich-berührendes Konzert werden dürften, das zur Entspannung beiträgt.

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