Beim Saubermachen müssen alle anpacken

(vom 06.06.2019)

Innenstadt: Wirtschaftsförderung mahnt Kehrpflicht an

Ein sauberes Stadtbild wünschen sich alle – und alle können auch dazu beitragen. Zum einen, indem sie ihren Abfall nicht achtlos wegwerfen. Zum anderen, indem sie ihre Bürgersteige regelmäßig fegen. Beides ist aktiver Umweltschutz. Die Stadt und ihre Kommunalen Betriebe gehen mit gutem Beispiel voran. Unter anderem schicken sie mit Unterstützung der Stadtwerke den Straßen-Carer (ein Kunstwort aus dem englischen to care, also kümmern, und dem Wort Kehrer) auf die Obere Bahnstraße, den Lutherplatz und die Rheinstraße (bis zur Wassergasse).

Der StraßenCarer wird verkörpert durch Mitarbeiter der Langener Firma Nachbar-Service Kuraica, die mehrmals die Woche mit Besen und Kehrwagen ausrücken, um Unrat und Unkraut zu beseitigen und Mängel aufzuspüren. Ihr Einsatz gleicht einer Sisyphusarbeit. „Papier, Plastikschnipsel, Pappbecker, Kaugummis oder Zigarettenkippen – es ist immer wieder das volle Programm, das auf den Gehwegen und in den Pflanzbeeten landet“, bilanziert der städtische Wirtschaftsförderer Joachim Kolbe, der die StraßenCarer-Initiative mit ins Leben gerufen hat.

Gerade in der Innenstadt haben die Kommunalen Betriebe zahlreiche Papierkörbe aufgestellt, die zeitnah geleert werden. In jüngerer Zeit kamen an neuralgischen Punkten neue Behälter mit speziellen Aschenbechern hinzu. „Die Zigarettenstumel sind ein großes Problem. Es ist ausgesprochen aufwendig, sie aufzulesen. Sie stecken in Ritzen, Baumscheiben und einfach überall, wo sie nicht hingehören“, sagt Kolbe.

Erster Stadtrat Stefan Löbig hat darauf hingewiesen, dass es eigentlich die Pflicht der Gebäudeeigentümer und Geschäftsinhaber ist, vor ihren Häusern und Läden für Sauberkeit zu sorgen und weggeworfenen Müll einschließlich der Kippen zu entfernen. „Alle müssen mit anpacken, damit Langen als Einkaufs- und Wohnort attraktiv bleibt“, betont Löbig.

Weil das manchen aber offenbar egal ist und sie ihrer Reinigungspflicht nicht nachkommen, hat die städtische Wirtschaftsförderung jetzt einige Geschäftsleute angeschrieben und sie unter anderem gebeten, „rasch dafür zu sorgen, dass Ihre Kundschaft die Kippen ordnungsgemäß entsorgt“. Wer seiner Reinigungspflicht nicht nachkommt – auch das steht in den Schreiben – müsse künftig nach Paragraf 16 der Satzung über die Straßenreinigung mit einer Geldbuße rechnen. Und die kann durchaus saftig ausfallen und bis zu 1.000 Euro betragen.

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