Grünabfälle nicht in der Natur abladen

(vom 22.07.2019)

Kompostieren im eigenen Garten ist die beste Lösung

Achtlos in der Natur entsorgte Gartenabfälle - wie hier an der Zimmerstraße - sehen nicht nur hässlich aus, sie schaden auch der Umwelt.

Im Sommer wachsen Hecken, Rasen, Stauden und Büsche ausgesprochen üppig. Da müssen Gärtner oft zu Mäher und Schere greifen. Das Er-gebnis ihres Fleißes sind große Mengen von Pflanzenresten. Die derzeitige Trockenheit lässt den Berg durch verdorrte Äste und abgeworfenes Laub der Bäume noch anwachsen. Da fragen sich manche: „Wohin bloß damit?"

Überall an den markierten Flächen haben Bürger am Stadtrand von Langen Pflanzenabfälle weggeworfen.

Die völlig falsche Lösung lässt sich vielerorts an den Langener Stadtrandlagen beobachten. Große Haufen von Grasschnitt, Zweigen und Resten exotischer Ziergehölze verunstalten Wald, Feuchtgebiete, Wiesen und Felder. Eine besondere Gefahr für die heimische Flora entsteht zudem, wenn sich die ortsfremden Gewächse durch die weggeworfenen Früchte, Ähren und Kapseln aussähen oder über ihre Wurzeln schnell weitervermehren. Dadurch werden wertvolle standortgerechte Pflanzen verdrängt. Außerdem bieten die ungebetenen Neuzugänge der Insekten- und Vogelwelt weder Futter- noch Lebensraum. Probleme schafft für die einheimischen Kräuter zudem die Überdüngung des Bodens, die an solchen Stellen schnell entsteht.

Auch am Leukertsweg finden sich illegal abgeladene Haufen von abgeschnittenen Ästen und Zweigen.

Besonders im Birkenwäldchen, in Oberlinden, am Steinberg, im Neurott, beim Waldstadion und an den Waldparkplätzen und den Einfahrten zu den Waldschneisen an der B 486 nehmen diese illegalen Abfallablagerungen derzeit immer mehr zu.

Aus diesem Anlass appelliert Erster Stadtrat Stefan Löbig an alle, ihre Pflanzenreste in die Biotonne zu werfen, auf dem Wertstoffhof oder im besten Fall dem eigenen Komposthaufen zu entsorgen. Zerkleinerte Zweige und Äste ergeben im Übrigen ein gutes Mulchmaterial für Beete. Häcksler lassen sich in vielen Gartenfachbetrieben oder Baumärkten gegen eine geringe Gebühr stunden- oder tageweise ausleihen. Wer seine Gartenreste einfach bei Mutter Natur ablädt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die nach geltendem Recht geahndet wird. Darüber hinaus entstehen der Stadt – und damit der Allgemeinheit - für die Entsorgung unnötige Kosten.

Fragen beantwortet gerne die städtische Abfallberatung im Rathaus zur Verfügung unter der Rufnummer 203-391.

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