Kommunale Betriebe weiter auf Erfolgskurs

(vom 06.06.2019)

Gutes Jahresergebnis, neuer Betriebshof, Kooperation mit Egelsbach

Im vorigen August sind die Kommunalen Betriebe Langen (KBL) an ihren neuen Standort an der Darmstädter Straße umgezogen und auch dort wirtschaften sie recht erfolgreich. Jedenfalls haben sie das Jahr 2018 mit einem Überschuss von rund 194.000 Euro abgeschlossen. Dieses erfreuliche Resultat hat jetzt Betriebsleiter Manfred Pusdrowski präsentiert. „Damit übertreffen wir nicht nur den Vorjahreswert von 171.000 Euro, sondern liegen auch deutlich über unserer Prognose“, betonte Pusdrowski. „Hatten wir doch ursprünglich mit einem Minus von knapp 200.000 Euro gerechnet.“

Das gute Ergebnis sei hauptsächlich auf die Eigenkapitalverzinsung bei der Entwässerung zurückzuführen. Auch die Sparten Stadtreinigung, Straßenbeleuchtung und das Technische Facility-Management hätten besser abgeschnitten und im Vergleich zu 2017 etwas schlechtere Zahlen auf anderen Gebieten mehr als kompensiert.

Die Kommunalen Betriebe Langen sind ein wichtiger Akteur für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger. Ohne sie wäre die kommunale Infrastruktur nicht überlebensfähig. Seine vielfältigen Aufgaben erledigt KBL nicht nur zuverlässig, sondern auch effizient, was sich in den aktuellen Zahlen widerspiegelt.

Zuständig ist KBL für die Entwässerung, die Müllabfuhr, die Straßenreinigung und den Friedhof. Diese Leistungen werden durch Gebühren finanziert, die gemäß den gesetzlichen Vorgaben kostendeckend sein müssen. Außerdem kümmern sich die rund 60 Beschäftigten im Auftrag der Stadt um die Grünpflege, die Straßenbeleuchtung, den Bauhof, den Fuhrpark, den Winterdienst und das Technische Facility-Management, bei dem es um Dienstleistungen für den Hoch- und Tiefbau geht wie zum Beispiel die Bauleitung, -überwachung und Kostenabrechnung.

Im vorigen Jahr wurden die organisatorischen und rechtlichen Strukturen der Kommunalen Betriebe in einigen Bereichen geändert und damit wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Dazu gehörte der Gesellschafterwechsel bei der KBL-Tochtergesellschaft ASG Abfallservice Südhessen GmbH, an der nicht mehr ein privates Unternehmen beteiligt ist, sondern seit 1. Januar die Gemeinde Egelsbach. Sie hält einen Anteil von 25 Prozent an der umfirmierten ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH.

Damit ist eine sinnvolle Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg gelungen. Langen und Egelsbach machen nunmehr bei der Abfall- und Wertstoffentsorgung gemeinsame Sache. Die rein kommunale ALEG kümmert sich effizient und bürgernah von der Müllabfuhr bis zum Sperrmüll um alles rund um die Entsorgung. Zentraler Wertstoffhof ist die neue Anlage an der Darmstädter Straße, die in der Öffentlichkeit viel Beifall gefunden hat. Die Entsorgungsmöglichkeiten sind umfangreich, die Öffnungszeiten bürgerfreundlich und die Lage ist zentral. Noch unter ihrem alten Namen hat die Gesellschaft 2018 einen Überschuss von annähernd 50.000 Euro erzielt.

Der Bau des Betriebshofs in Kombination mit der Feuerwehr-Erweiterung mit einem Investitionsvolumen von knapp 15 Millionen Euro und der Umzug von der Liebigstraße, wo nun Wohnungen gebaut werden können, an die neue Betriebsstätte waren neben der Gründung der neuen ALEG nach Pusdrowskis Worten die herausragenden Ereignisse des abgelaufenen Geschäftsjahres. Nach wie vor sei die wirtschaftliche Lage des Eigenbetriebs stabil. Allerdings sei das Unternehmen weiterhin von externen Unwägbarkeiten und Einflüssen abhängig. Wie sich die Zukunft gestalte, werde unter anderem von der Entwicklung der Entsorgungskosten bei der Rhein-Main Abfall GmbH und der Umlagen an den Abwasserverband beeinflusst, die bei einer Erhöhung negative Auswirkungen auf das eigene Ergebnis hätten. Ebenfalls ein wichtiger Faktor sei die Haushaltssituation der Stadt Langen, die die Vergabe von Aufträgen an die Kommunalen Betriebe beeinflusse. Überdies müssten die Herausforderungen der Digitalisierung und des Fachkräftemangels gemeistert werden.

All dem stellen sich die Kommunalen Betrieben nach den Worten ihres Leiters in bewährter Weise gemeinsam mit den Stadtwerken und anderen Akteuren im Konzern Stadt. Qualitativ hochwertige Dienstleistungen zu tragfähigen Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger, marktgerechte Abrechnungen gegenüber dem städtischen Etat und die „schwarze Null“ in der Ergebnisrechnung blieben auch künftig im Fokus der Geschäftspolitik, die auf einem soliden Jahresabschluss 2018 aufbauen könne.

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